Chinesische Teezeremonie
Für die Teezeremonie reinigt der Teemeister zunächst die Teeschalen und die Kannen mit heißem Wasser. Die Teeblätter werden in die Kanne gegeben und mit heißem Wasser übergossen. Dieser erste Aufguss dient zur Öffnung der Blätter und mildert die Bitterkeit der späteren Aufgüsse. Dieser wird sofort in die Schälchen abgegossen und nicht getrunken, er heißt „Aufguss des guten Geruchs“. Der Teemeister füllt das Kännchen ein zweites Mal mit Wasser und lässt den Tee etwas 10 bis 30 Sekunden ziehen. Der Aufguss wird dann „schichtweise“ in die Teeschalen gegeben damit jeder Gast die gleiche Aufgussqualität erhält. Man nennt diesen Aufguss „ Aufguss des guten Geschmacks“. Die Aufgüsse werden mit demselben Tee mehrfach wiederholt, bei einer sehr guten Teequalität bis zu 15-mal. Dies nennt man dann „Aufgüsse der langen Freundschaft“. Dabei lässt man den Tee bei jedem weiteren Aufguss 10 Sekunden länger ziehen, dadurch schmeckt jeder Aufguss anders. Die Teeblätter sollen unmittelbar nach einem Aufguss nicht „weiterarbeiten“ und so wird der Tee in eine zweite Kanne gegossen und aus dieser dann verteilt.
In einer verfeinerten Variante der Teekunst wird der Aufguss erst in einen Duftbecher gegossen und von diesem dann in die Trinkschalen. Der Teetrinker begutachtet das Aroma des Tees zunächst durch riechen am leeren Duftbecher.



